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Zahnärzte: Wer muss eine Datenschutz-Folgenabschätzung machen?

Das könnte Sie interessierenPosted by RA Dr. Marc Maisch 14 Apr, 2018 04:26

Heute rief mich ein Zahnarzt aus dem Schwarzwald an und erzählte mir, was er von der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hält und wie gerade kleine inhabergeführte Arztpraxen in der Bürokratie versinken. Den genauen Gesprächsinhalt kann hier nicht wiedergeben, um keinen Ärger der Kriminalpolizei zu bekommen ;-))) 😉Begeistert war er jedenfalls nicht, soviel sei verraten.... :D

Schon richtig: Der Gesetzgeber überhäuft uns Freiberufler mit so umfassenden (Dokumentations-)Pflichten, dass man sich manchmal fragen muss, wann man da noch zu seinem Kerngeschäft kommen soll. Die 46 Pflichten der DSGVO kommt uns da gerade recht..... ;-))

Auch kleine Arztpraxen, die keinen Datenschutzbeauftragten gem. § 38 BDSG n.F. brauchen, müssen sich datenschutz-konform aufstellen. Viele Ärzte fürchten sich dabei vor der neuen Pflicht der Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO). Diese Risikobewertung ist aber NICHT immer, sondern nur dann erforderlich, wenn die Verarbeitung von z.B. Gesundheitsdaten über neue Technologien, z.B. WhatsApp oder ggf. über einen Chatbot bei Facebook, ein hohes Risiko für den Betroffenen darstellen könnte. Nur im Fall eines hohen Risikos, das sich durch technische Schutzmaßnahmen nicht bewältigen lässt, kann eine Verarbeitung rechtswidrig sein.

In jedem Fall sollten alle in Betracht kommenden Verfahren überprüft werden. Mehr dazu unter: https://mms-law.de/lawblog/

Bei Zahnschmerzen kann ich nicht weiterhelfen - bei Bauchschmerzen wegen Datenschutz dagegen schon ;)

RA Dr. Marc Maisch
marc.maisch@mms-law.de
Tel. 089 26 56 75


Bildnachweis: Photo by rawpixel.com on Unsplash







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